Prototype Fund: letzte, 8. Runde

Am 1. Februar beginnt die achte und letzte Runde des Prototype Funds.

Als Folge der fortgeschrittenen Diskussionen mit der Gruppe des transpersonalen Commoning schlage ich vor, einen dezentralen Prototypen als Demonstrator des Konzeptes einzureichen.

Dieser könnte auf bestehenden Technologien aufbauen, und mit Dokumentation und Verwendungsbeispielen ergänzt werden. In meiner Vorstellung spielen diese Komponenten im Verlauf eine Rolle:

  1. Dokumentation der Idee als statische Seite im Web
  2. Proof of Concept im Web of Needs
  3. Proof of Concept auf Basis von Value Flows und Solid
  4. Dekonstruktion der Idee in ein Verbundwiki
  5. Kommunikation der Fortschritte auf der Projektwebseite

Lässt sich aus dieser Idee ein Team und ein Konzept formen?

Bin prinzipiell interessiert, ich bzw. das Team des Research Studio SAT könnte zumindest zu Punkt 2 sicher einiges beitragen.

Allerdings fragt sich, ob wir als österreichische Forschungseinrichtung überhaupt förderungen im Prototype Fund erhalten können.

Ausserdem: Wann endet die Ausschreibung?

Und: Punkt 4 verstehe ich nicht wirklich.

Letztlich: ich finde es wäre sehr förderlich, wenn das ganze gemeinsam mit prospektiven Benutzer_innen entwickelt wird. Fällt uns da jemand ein?

Hallo Florian!

Vielen, vielen Dank für deine Reaktionen in den letzten Tagen. Diese Value Flows - WoN Überlappung zusammen mit dem exquisiten Konzept der Commoner lassen mein Herz höher schlagen.

Leider richtet sich der Prototype Fund nur an rechtliche Privatpersonen (und GbRs) in der Bundesrepublik. Ich würde euch aber nicht davon abhalten, in einem offenen Antragsprozess redigierend einzugreifen. Schon kleine Anregungen können den weiteren Verlauf entschieden beeinflussen. Der Antragszeitraum läuft bis 31.03.2020.

Weitere Fragen beantwortet dir https://prototypefund.de/faq/

Meint eigentlich, und sollte besser auch so heißen:

  • Abschrift des Konzepts des transpersonalen Commonings in Form von Mustern und evtl. einer Mustersprache im Verbundwiki, oder
  • Dokumentation der Idee als dynamisches Verbundwiki im Web

Das wäre tatsächlich auch inhaltliche Arbeit, die von der loose gekoppelten Form der Muster im Wiki gebrauch machen kann. Die Inhalte leben gegenwärtig in PDF Dokumenten, die sich, wie sich zeigt, mit der Zeit schlecht versionieren lassen.

Ich denke wir sollten dabei etwas Abstand walten lassen, damit unsere technischen Vorkonzeptionen nicht die eigentliche Idee überschatten. Es ist schon viel im Issue Tracker angedacht, und vielleicht wandert die nicht-technische Diskussion auch bald hier her. Ich stelle mir vor, dass die Verständlichkeit einzelner Aspekte der Fließtexte, mit Nachzeichnung ihrer Bezüglichkeiten, durch die Schreibarbeit im Verbundwiki nur erhöht werden kann.

Womöglich ist es aber besser diesen Vorgang schon während der Antragsphase durchzuexerzieren, und in (4.) eher die Vorbereitung der Verzahnung der Schnittstellen anzugehen.

Ebenso könnte es dienlich sein, wenn die statische Seite schon besteht, und der Auftakt eher mit einem (1.) Zyklus des Anforderungsabgleichs mit möglichen Nutzerïnnen erfolgt.

In der Vergangenheit haben sich häufig die offenen Werkstätten und Repair Cafés offen für softwarebasierte Inventarisierungs- und Accountingansetze gezeigt.

Sensorica haben bereits vor Jahren mit Open Value Networks in Verbindung mit Peer-reciprocity licences experimentiert, und auch Bob und Lynn arbeiten eng mit Gemeinschaften zusammen. Wie, habe ich noch nicht ganz verstanden. Ich weiß von Anwendungsversuchen mit den Mutual Aid Networks.

Einen verwandten Resourcenvermittlungsansatz implementiert auch

auf Basis von Wikidata.

Ebenso ist es genau das, was mit der neuen Commons Booking Version und velogistics.net für Lastenräder umgesetzt wird. Das wurde mir gerade noch einmal klar, als ich die Mockups betrachtete.

Anregungen für Nutzerïnnenbasen

Recyclinginitiativen wären vielleicht noch so eine Möglichkeit

https://kunst-stoffe-berlin.de/

oder vielleicht auch Stadtgärten irgendwie?

Als Anregungen sei auf diese Bücher verwiesen:

https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-3377-1/die-welt-reparieren/

http://dreckigehaende.de/

https://notanatlas.org/

Die Freunde von http://orangotango.info/ und https://www.fairbindung.org/ waren auch immer kreativ in der Ausgestaltung von Workshopformaten, die wir vermutlich brauchen würden.

Die größte Traktion haben verschiedenste Arten von selbstgebauten Warenwirtschaftssystemen wohl aber im Feld der solidarischen Landwirtschaft.