Logo & Design, CI

Ich fände es schön, wenn wir mit dem Design vorankämen. Um die Diskussion anzustoßen, habe ich was gemalt:

Sieht nicht schön aus, klar. Gedanken:

  • Verbindung der blauen "o"s, Wasser, Weltkugel
  • Verbindung der roten "m"s
  • Das Blatt für evolutionär, die Adern wie ein Produktionsbaum verästelt, Blätter lassen sich zu Ästen, zu Bäumen, zu Wäldern zusammensetzen

@katharina, kannst du deine Gedanken hier auch teilen?

Klar, sehr gerne!

Ich stell die Sachen einfach mal ohne viel erklärung ein, es soll ja später auch ohne erklärung funktionieren.

Hier einmal ein blatt mit logo ideen, die hauptsächlich typografisch funktionieren:

Dann hab ich einmal meine moodboards exportiert, könnt gerne mal drauf sehen, ist wahrscheinlich nicht so vielsagend, aber das sind meine gedankenstützen:

An der umsetzung zu moodboard 1 arbeite ich noch. Bei den Umsetzungen hab ich mich mal an die Webseite gehalten, da die wahrscheinlich die erste wichtige anwendung wird. Hier ist eine umsetzungsidee zu moodboard 2:

und eine idee zu moodboard 3:

Hier finde ich es cool mit neuen web techniken zu arbeiten, das wirkt auch immer sehr stark. das bauhaus weimar hat z.b. dieses jahr eine coole webseite so gestaltet. also inspiration: https://shortlist.uni-weimar.de

ich hoffe ihr könnt euch etwas darunter vorstellen und wir können damit in die diskussion einsteigen. mehr ideen und umsetzungen folgen!

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Mein Vorschlag zur Logo-Annäherung aus der heutigen Videokonferenz. Die Ausführung ist jetzt echt nicht liebevoll gemacht, aber ich will nur die Idee vermitteln. Also das letzte in der Reihe könnte eine mögliche Richtung für das Logo sein.

Gibt es schon Weiterentwicklungen vom Logo von @katharina?

Finde die Annäherung von @Marcus und auch von @balkansalat weiter oben interessant und hoffe auf eine grosse, gelungene Verschmelzung all dieser Aspekte… :wink:

Ich hab versuche mit den inputs nochmal ein bisschen weiter zu arbeiten. so richtig zufrieden bin ich nicht, aber ich finde das unten rechts z.b. auch ganz spannend, weil es zum einen die struktur darstellt, aber auch menschen andeutet (seht ihr das auch so?)

gerne meinungen!

Wie eben besprochen: Ich mag die beiden links oben (also mit dem Blatt und den zwei "m"s), das mit dem Baum/Blume/Feuerwerk und das rechts unten.

Ich mag die Idee mit den zwei m’s immer noch gerne, aber bisher fügt sich das für mich noch nicht ein. Im Namen selbst wirkt es immer etwas merkwürdig und daneben eher deplaziert. Diese Murmelbahn-Geschichte wie unten Mitte gibt mir persönlich nichts, da ich den Zusammenhang nicht sehe.

Das Blatt (oben links) ist sehr hübsch und sieht insgesamt stimmig aus - ob es aussagekräftig genug ist, weiß ich nicht. Am besten gefällt mir gerade der Versuch unten links. Mit der Form…richtung lässt sich vielleicht wirklich arbeiten. Das mit den drei Hügeln unten rechts versteh ich ehrlich gesagt nicht richtig. Und der Kugel-Baum (rechts-Mitte) finde ich ästhetisch auf jeden Fall ansprechend.

Hallo ihr,

ich habe die Startseite der Webseite mal in den verschiedenen Design Richtungen durchgespielt. Ich hoffe das ist hier an der richtigen Stelle im Forum, aber es geht ja hauptsächlich um das gesamte Erscheinungsbild, deswegen poste ich es hier. In den drei Varianten habe ihc jeweils ein Logo ausgewählt, das ich für passend gehalten habe. Die Entwürfe sind auf jeden Fall Entwürfe, und dienen mehr dazu die Gestaltungsrichtung zu visualisieren, als dass sie schon die fertigen Layouts für die Webseite sind.

Inhaltlich habe ich erstmal die Texte genommen, die Robert (und Raffael?) mal zusammengetragen hat (danke dafür!). Ich finde sie vom ansatz schon ziemlich gut, mir ist nur aufgefallen, dass der Einleitungstext schon sehr lange ist und vielleicht auch mehr bezug auf die erste Anwendung haben sollte.

Gestaltungsrichtung 1:

Hier habe ich mit den kräftigen Farbflächen gearbeitet. Um mehr Natürlichkeit rein zu bekommen habe ich alternativ noch mit dieser Pflanzenstruktur gearbeitet, was ich finde eine interessante kombination aus technologie und Natur ergibt.

Gestaltungsrichtung 2:

Hier würde ihc gerne mit organischen 3D Formen arbeiten. Ich hatte ja schonmal mit diesen Glaskugeln rumgespielt. Die farbigkeit hier der Formen ist noch nicht schön. Was aber schön wäre wenn sie sich dann auch bewegen würden, siehe kurzes Video (konnte man nur als zip hochladen). Das soll dann diese natürliche Verwebung der Tätigkeiten darstellen.

bending-test0001-0080.mov.zip (2,2 MB)

In dem Screen könnte man nochmal die Hauptscreens der App zeigen, sodass das noch anschaulicher wird.

Gestaltungsrichtung 3:

Hier würde ich mit einer Kombination aus starken Linien und diesen blurry Farbflächen arbeiten. (Klare Struktur und das „magische“, das der einfachheit der verbindungen anhaftet). Auch hier kann man in den noch leeren Screens dann wieder wichtige Ansichten der App zeigen.

Das sind die drei Richtungen, die ich vorschlagen würde. Ich fände es schön von euch zu hören, ob ihr euch eine davon vorstellen könnt. Wie gesagt, alle eher als Skizzen behandeln! Ich würde gerne noch tiefer einsteigen und z.B. Icons entwickeln um Schaltflächen wie „Aktiv werden“ oder so noch besser zu markieren und die Visuals besser ausarbeiten, die Farben genauer bestimmen, etc… So lange man aber so dreigleisig fährt ist das alles großer Aufwand, deswegen erstmal alles hier in rough.

Bin gespannt was ihr sagt!

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Hallo liebes Team, ich hab mir in den letzten Tagen nochmal Gedanken über Strukturen gemacht, da wir in der letzten Woche ja viel über den Baum gesprochen haben. Hierbei ist uns aufgefallen, dass es schnell nach Hierarchien aussieht. Dazu ist mir wiederum eingefallen, dass ich mal einen Text gelesen habe, in dem es um solche Strukturen ging. Die Autoren heißen Gilles Deleuze und Félix Guattari und es geht um Rhizome. Der Begriff kommt ursprünglich aus der Botanik, Rhizome sind Pflanzen, wie z.B. Ingwer, die nicht einen Stamm haben, sondern sozusagen ‚hierarchiefrei‘ wachsen, d.h. man könnte sie an jeder Stelle teilen und weiter vermehren. Das übertragen die Autoren auf ein Gesellschaftsmodell, und ich fand dass es auch gut auf unsere Softwarestruktur passt. Ein Rhizom ist ein „vielwurzliges“, in sich verflochtenes System, das an jeder Stelle gebrochen werden kann, es wuchert entlang seiner eigenen oder anderer Linien weiter. „Bei Deleuze und Guattari dient er als Metapher für ein postmodernes beziehungsweise poststrukturalistisches Modell der Wissensorganisation und Weltbeschreibung, das ältere, durch eine Baum-Metapher dargestellte, hierarchische Strukturen ersetzt.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Rhizom_(Philosophie))

Dann bin ich beim Recherchieren auf einen super interessanten Artikel gestoßen:

Sloterdijk sieht das Rhizom-Modell als kritisch, weil keine Räume enthält, sonderen nur Punkte und Linien als verbindung. So entstehen zwischenräume durch die man leicht durchfallen kann. Stattdessen schlägt er Schaum-Strukturen als passenderes Modell vor. Hier co-existieren die einzelnen Zellen und wirken aufeinander ein.

Ich fand die Gedanken im Hinblick vor allem auf das Logo und die grafische Darstellung der Tätigkeiten sehr spannend. Auch wenn ich die Argumentation von Sloterdijk auf jeden Fall nachvollziehen kann komme ich bei unserem Projekt doch immer wieder auf die rhizomatische Struktur zurück, da die Knotenpunkte und Verbindungslinien gut zu den verwobenen Tätigkeiten passen.

Hier hab ich mit den Strukturen nochmal ein bisschen rumgespielt:

Auch spannend in dem letztgenannten Artikel fand ich den Abschnitt über den Architekten Rem Koolhaas und die generische Architektur. Wir hatten ja auch darüber gesprochen, dass man Bilder zu den Tätigkeiten hochladen könnte, und somit die App mitgestalten kann. Ich fände es gut hier weiter zu denken und ein recht generisches Design für die App anzulegen, das die Menschen, die die App nutzen sie selbst gestalten können, somit keine bestehenden Strukturen abgebildet werden, also Raum ist für neue Strukturen zu entstehen und das dem ganzen einen spielerischen Touch gibt. Passt auch zu Roberts Anmerkung, dass Commoning ewiges Spielen ist.

Ist jetzt ein wenig ein Exkurs geworden, aber das hat mich nicht losgelassen…

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Wow, so viel Arbeit! :slight_smile:

Mini-Feedback: Die Strukturen mitte links und unten links finde ich beide sehr toll!

Kann mich Robert nur anschließen - vielen Dank für die Arbeit!

Ich glaube auch Negri/Hardt (beide aktiv in linker politischer Theorie) hatten die Rhiozom-Strukturen benutzt, um Gesellschaft zu beschreiben und ich finde die Idee wirklich sehr gut! Ich glaube auch - im Hinblick auf Sloterdijk - dass es gut ist, wenn wir Punkte und Linien haben, da wir eben besonders Menschen zusammenbringen, die keine direkte („körperliche“) Verbindung zueinander haben.

Zu den Designs:

Oben links und Mitte links sind mir auf den ersten Blick zu „groß“ - das wirkt noch unästhetisch. Aber die Idee, dass da auf der linken Seite was ist und sich dann den Namen entlang entfaltet, finde ich recht cool. Ich kann mir das gut dan mit der Struktur unten links vorstellen. Bei der Struktur unten links habe ich noch ein wenig Angst, dass es dann zu „eklig/klebrig“ wikt, aber ich denke, da finden sich Wege, das ästhetisch zu gestalten. Ich mag die Richtung ohne die Kugeln auf jeden Fall recht gerne gerade.

Oben rechts finde ich sehr hübsch und würde am ehesten das in der Mitte ganz rechts nehmen. Aber es wirkt für mich weniger aussagekräftig als die Grafiken auf der linken Seite - ich könnte noch nicht einmal begründen, warum.

Wie wichtig ist es dir eigentlich, dass sich das Logo leicht nachzeichnen lässt? Wie detailiert darf es für dich sein? Vielleicht finden wir ja auch etwas, indem ein schlichtes Logo etwas abgekapselt für sich steht, dieses Logo dann aber „im Hintergrund, über den Namen hinweg“ sich fortführt.

Wenn du dich übrigens weiter inspirieren lassen möchtest: Silke Helfrich (Mitgründerin des Commons-Instituts) hat für ihr letztes Buch Frei Fair Lebendig mit einer Designagentur eine visuelle Grammatik entwickelt um Commons und ihre Beziehungen zur Welt darzustellen. Wenn du Lust hast, kannst du das mal ab Seite 330 überfliegen: https://www.transcript-verlag.de/media/pdf/cb/8a/c6/oa9783839445303.pdf . Ich habe zumindest das Gefühl, dass das manches da auch in diese Richtung geht.

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Vielen Dank für das Feedback und die sehr spannenden Inputs!

Je mehr ich darüber nachdenke finde ich diese Mischform eigentlich super treffend, nämlich eine Kugel mit einer Linie, aber mit einem organischen Übergang. Hier gibt es dann zum einen die Tätigkeiten, die verbunden werden, aber auch durch die Leerräume dazwischen entstehen neue Kreise, wie beim Schaum. Ich muss auch sagen ich fände das als Logo so auch ziemlich cool, weil es die Wortmarke so schick umschließt und die Form der Buchstaben sich gut einpasst.

Das System kann man dann auch je nach Bedarf beliebig erweitern.

Edit: Sogar die organischen Verbindungsstücke können neue Zwischenräume ergeben!

Zur Frage mit den Details: Ich finde es gut wenn das Logo recht simpel ist und man es sich gut merken kann, aber als system erweitert werden kann. Also wie du auch meintest!

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Das ist eine total gute Richtung! Das ist schlicht und sieht (für mich) super speziell aus. Mag ich echt gerne gerade!

Nachtrag: Ich würde sehr gerne sehen, ob sich das irgendwie in „GCS“ integrieren lässt - also, ob das irgendwie organisch zusammengeht als kompakteres Logo.

Nachtrag 2: Falls die einzelnen Buchstaben in die Kreise kommen sollten bei so einem Versuch (falls!), dann wäre es vielleicht auch cool, wenn der Kreis um „Global“ offen ist (weltweit erweiterbar), der Kreis um „Commoning“ geschlossen ist (ein Commons hat abgesteckte Grenzen) und der Kreis um „System“ irgendwie… komplexer wird? Da bin ich mir auch nicht sicher; aber vielleicht lässt sich echt so ein bisschen inhaltlich da arbeiten

Ich glaube ich bin da an etwas dran…

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Mir gefällt die Richtung :+1:

nochmal ein kleines Update:

ich hab außerdem die webseite noch dementsprechend angepasst. schaut gerne rein (die untere reihe):

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Cool! Gefällt mir gerade richtig gut, auch das neue Farbschema! Sieht für mich gerade sehr stimmig aus :slight_smile:

Vielen Dank!

Eines muss ich doch im Nachhinein kritisieren: Die Listenpunkte im neuen Design finde ich sehr schwierig. Man sieht klar, dass du versucht hast irgendwie mit diesen Kreisen eine Art Pfeil zu formen, aber wirklich gut funktioniert das m.M.n. nicht. Da waren die früheren Listenpunkte deutlich schöner.

Da jetzt irgendwie mit Linien zu arbeiten wäre wohl ein zu großer Stilbruch, oder? Ansonsten vielleicht das ‚S‘ irgendwie verdrehen…? Oder Linien, die aus ganz kleinen Kreisen bestehen? Oder mit gebogenen Linien, die von sehr sehr großen Kreisen sein könnten, an denen dann ein kleiner Kreis anhängt? Echt schwierig, besonders da das Letzte so schön war.

Da hast du natürlich recht! Ich hab nochmal drüber gearbeitet, bin ganz zufrieden jetzt. Oder was meint ihr?

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Ah, fucking clever! Love it!

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